In Österreich sind etwa 25% der erwachsenen Bevölkerung von einem zu hohem Blutdruck betroffen, bei über 60-jährigen sogar ca. die Hälfte. Erste Anzeichen sind meist Kopfschmerzen, immer wieder Nasenbluten, plötzliche Schweißausbrüche, roter Kopf sowie innere Unruhe.

Bei Blutdruckwerten von 140/ 90 mm Hg und höher liegt nach WHO ein erhöhter Blutdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, vor. Grenzwertig ist der Bereich zwischen 130/85 und 139/89 mmHg und gilt als „hochnormal“. Hier sollte man schon entsprechende Maßnahmen setzen um nicht bald zum Medikament greifen zu müssen.

Der obere Wert (die Systole) entspricht den Druckverhältnissen in der Arterie im Moment der Herzkontraktion - also des Zusammenziehens des Herzmuskels. Sobald der Herzmuskel sich entspannt - diese Phase nennt man Diastole - sinkt der Blutdruck auf seinen zweiten, unteren Wert ab. Beim gesunden Menschen schwankt der Blutdruck im Laufe eines Tages, denn das Herz und die Blutgefäße passen ihre Aktivität jeweils dem aktuellen Bedarf des Körpers an Sauerstoff und Nährstoffen an. Deshalb, ist es auch wichtig mehrere Blutdruckmessungen zu berücksichtigen um sich über den Blutdruck ein Bild machen zu können.

 

Ernährungsmäßig rate ich besonders zu kalium- und kalziumreichen Gemüse z.B. Gurken, Zucchini, Spinat, Fenchel, Broccoli,  sowie Fisch. Diese beeinflussen den Blutdruck ebenso positiv wie Ballaststoffe aus Hafer und Hülsenfrüchte. Denn Ziel ist es, das LDL-Cholesterin zu senken. Dieses lagert sich nämlich an den Gefäßwänden an und lässt sie unelastisch werden.  Die Folge ist, dass das Herz gegen höheren Widerstand arbeiten muss und somit der diastolische Wert steigt. Achtung bei Alkohol, denn auch er trägt deutlich zur Erhöhung des Blutdrucks bei.

Ebenso ist Reduktion des Salzkonsums zielführend, allerdings geht man hier im Gegensatz zu früher von einer geringen Senkung der Menge um ca 25% aus. Optimal eignet sich für diese Maßnahme die Anwendung von Kräutersalz als optische und geschmackliche Unterstützung.

 

Bewegungstherapie

Regelmäßige körperliche Aktivität - zehn Minuten Bewegung am Tag senken das Sterberisiko schon um fast zehn Prozent. Machen Sie dreimal pro Woche Ausdauertraining von 30 Minuten, so sinkt die Sterblichkeit um 20%, der Blutdruck um bis zu 15%! Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren, Tanzen, Skaten, Langlaufen und Schwimmen sind hierzu optimal geeignet. Grundsätzlich gilt aber, dass mit niedrigem Puls, dafür aber länger trainiert werden soll.

Unter Tags Ärger und Beklemmung wegblasen  Viele Menschen beginnen bei Leistungsdruck und Ärger rasch und flach zu atmen, wodurch sich Müdigkeit, Kopfschmerz oder Muskelverspannungen einstellen. Ein tiefes Einatmen und kräftiges Ausatmen kann solche Blockaden lösen, besonders wenn man dabei noch denkt „Ich bleibe entspannt“ oder „Ärger ist Unfug“. Wer sich beim Abschalten schwer tut, sollte es mit Qi Gong oder Yoga versuchen. Hier lernen Sie durch die Konzentration auf fließende Bewegungen automatisch abzuschalten.

Unter den Heilpflanzen ist wohl Weißdorn die bekannteste um den Blutdruck zu harmonisieren. Besonders beim Altersherz ist er geeignet um dieses zu kräftigen und in der Arbeit zu unterstützen. Herzgespann oder auch Löwenschwanz ist die Heilpflanze schlechthin, wenn man unter innerer Anspannung steht. Besonders für Frauen in den Wechseljahren mit schwankendem Blutdruck hat sich ein Tee damit als wertvolle Ergänzung zu obigen Maßnahmen erwiesen. Interessant ist auch das Ergebnis einer Studie einer bostoner Universität, in welcher das trinken von drei Tassen Hibiskusblütentee zu einer Verringerung um rund 9 mmHg senken konnte. Vor allem jene Patienten im hochmormalen Bereich sprachen gut darauf an.

 

Tee bei hohem Blutdruck:

40g Weißdorn, 20g Herzgespann, 20g Melissenblätter, 20g Hibiskusblüten.

Zubereitung: 1 El dieser Mischung mit ¼ Li. kochendem Wasser überbrühen, 10 Min ziehen lassen, abseihen mit Honig süßen und je 1 Tasse am Morgen und am Nachmittag lauwarm und schluckweise trinken. Bei erhöhten Blutdruckwerten sollten Sie allerdings mit Ihrem Arzt oder Apotheker die Anwendung abklären.