Die Laus läuft Ihnen über die Leber, oder die Galle geht über? Ein hohes Arbeitspensum oder private Schwierigkeiten fürhen oft zu innerer Unruhe, die Kehle schnürt sich zu oder es steckt ein Knödel im Hals.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin bezeichnen wir dies als Leber-Qi-Stau, ähnlich als würde bei einem Kochtopf das Ventil blockieren. Was machen wir beim Kochtopf? Die Temperatur reduzieren. In der TCM werden also verstärkt kühlende Nahrungsmittel eingesetzt und die Energie wieder zum Laufen gebracht.

Die „kühlende Kraft“ von Keimlingen liegt besonders im hohen Vitamingehalt.
So enthalten zum Beispiel Weizenkeime 5% mehrfach ungesättigte Fettsäuren, sowie eine geballte Ladung an Kalium sowie Vitamin E und B (v.a. B1, B6 und Niacin), also Nervennahrung pur. Mungbohnensprossen haben nicht nur einen überragenden Anteil an Folsäure und Viztamin C sondern ganz besonders auch Eisen, Zink und Kupfer. Das heißt die Blutbildung wird gesteigert, der Sauerstoffanteil erhöht und die Stressresistenz verbessert.
Die Technik des Keimens ist sehr einfach, deshalb macht es auch Kindern unheimlichen Spaß dabei mitzumachen. Besitzt man eine Keimbox kann man ganz einfach über 2 oder 3 Etagen auch verschiedene Sprossen ansetzen. Diese einmal täglich gießen. Je nach Saatgut erntet man bereits nach 1-5 Tagen. Wer kein Keimgerät hat kann auch ganz einfach ein großes Gurkenglas nehmen.

 

Die kühlende Kraft der Bittersalate und Kräuter – allen voran Chicoree und Löwenzahn sind jetzt wieder ein besonderer Genuss. Sie unterstützen dank der Bitterstoffe den Leberstoffwechsel und helfen Giftstoffe abzubauen und auszuscheiden. Ein Chicoree-Orangensalt mit gerösteten Cashewkernen oder fein geschnittene Löwenzahnblätter mit Radieschen und Nüssen schmecken herrlich.

 

Natürlich können auch Alternativen zu rotem Fleisch (erhitzend) helfen.  Pilze enthalten hochwertiges Eiweiß und unterstützen noch dazu mit ihren Polysacchariden unsere Magenschleimhäute. Der Gesamtgehalt an Ballaststoffen in Pilzen setzt sich aus den löslichen und den unlöslichen Ballaststoffen zusammen. Er beeinflusst maßgeblich Blutzucker, Cholesterin- und Triglycerid-Werte sowie  und Stuhlmenge absolut positiv.

 

Bei den kühlenden Kräutern sind Pfefferminze und Melisse Vorreiter. Pfefferminze wirkt krampflösend und gallensekretionsfördernd, während Melisse wohl das beste Mittel ist um das vegetative Nervensystem auszugleichen. Ein an heißen Tagen kühler Tee mit etwas Zitronensaft ist eine willkommene Erfrischung.