Schwitzen ist eine der wichtigsten  Klimaregulierungs- und Entgiftungsfunktionen unseres Körpers. Ohne Schwitzen würden wir relativ rasch durch Nieren und Kreislaufüberlastung einen Hitzschlag erleiden, ohne Schweiß brennt die Haut und der ganze Mensch wird nervös.Wann und in welchem Ausmaß die Schweißdrüsen aktiv werden, regelt das vegetative Nervensystem. Unter Stress produzieren wir normalerweise deutlich mehr Schweiß. Als weitere beeinflussende Faktoren gelten psychische Verfassung, hormonelle Umstellungen, Körpergewicht, Ernährung und Lebensstil.

Deshalb wäre es auch falsch zu sagen ich trinke wenig damit ich nicht so schwitze. Im Gegenteil - wir müssen besonders auf regelmäßiges reichliches Trinken achten. Wir brauchen in der heißen Jahreszeit täglich mindestens 2 – 3 Liter Flüssigkeit. Allerdings öfters kleine Mengen und nicht 2 – 3 mal gleich einen halben Liter auf einmal, denn durch diesen plötzlichen Flüssigkeitsschub kommt es reflektorisch zu erhöhter Nierenaktivität und Schweißproduktion und der Kreislauf bleibt weiter belastet. Auch kommt es darauf an was man trinkt. Nach wie vor ist klares Wasser das Beste um den Flüssigkeitsverlust aus zu gleichen. Schlecht  sind Kaffee oder Energydrinks – sie regen die Schweißproduktion an.

Achten Sie darauf möglicxhst wenig Eisgekühltes zu trinken – je mehr Kälte umso mehr versucht der Körper den Temperaturunterschied nach außen auszugleichen.

Häufig werden Deos oder Antitranspirante als kurzfristige Hilfe verwendet. Während bei ersteren über die Strategie der Desinfektion (zum Beispiel mit Alkohol) schweißzersetzenden Bakterien zu Leibe gerückt wird, sind Antitranspirantien jene, die den Schweißfluss stoppen und die Poren blockieren – am bekanntesten sind da wohl die Aluminiumsalz und Polyquarterniumionen. Nicht immer zum Vorteil, wie wir wissen.

Außerdem ist der permanente Gebrauch hautentfettender Shampoos und Seifen Gift für unseren Säureschutzmantel. Und er trägt wesentlich für eine natürliche Regulation der Schweißproduktion bei.

Ein natürlicher Schweißstopper ist Salbei. Diesen kann man für Waschungen direkt auf der Haut verwenden. Entweder mit Salbei-Thymian-Tee oder mit einem Gemisch aus Salbei und Ysop. Diese Waschungen haben auch den Vorteil, daß sie gleichzeitig den Körpergeruch binden und ein sicheres Gefühl geben.

Man braucht nur die Schweißfurchen oder - stellen d.h. unter den Achselhöhlen, vorne in der Brust und eventuell in den Leisten mit Lappe, mehrfach abwischen und das ganze abtrocknen lassen.

Auch innerlich kann Salbei in Kombination mit schmackhaften Kräutern kühlen. Hibiskus, Salbei, Melisse, Minze, Johannisbeere sind da ideal.

Und wem das nicht genug ist, sollte mal seinen Ernährungsplan beachten. Ideal zum Nähren des Yin sind zum Beispiel Birnen, Bananen und Orangen.  Zucchini,  Broccoli und Champignon sowie dunkelgrüne Blattgemüse sind die richtige Alternative zu Gebratenem und Frittiertem, welche den Körper stark erwärmen.

Noch ein kleiner Tipp -  so gut Knoblauch und Zwiebel sind, am Abend haben sie bei ihnen genauso wenig zu suchen wie Chilli oder Paprika, da sie so manchen Tropfen aus den Poren treiben. Eine rasche Hilfe gegen Schwitzen ist der Palast der Mühen (KS 8).  Sie finden ihn in der Mitte der Handfläche, zwischen Mittel- und Ringfingerspitze, wenn man die Finger beugt. Wie sein Name schon andeutet, hilft er bei fast allem was mit Schweiß und Strapazen zu tun hat.