Grillen gehört wohl zu einer der geselligsten Tätigkeiten im Sommer. Viele haben ihr Geheimnis, wie sie zu verführerisch saftigem Fleisch kommen oder Gemüse ganz köstlich verzaubern. Salate und Saucen können den letzten Schliff verleihen und lassen so manchen Hobbykoch selbst bei hohen Temperaturen gerne in der Küche schwitzen.

Beim gesundheitlichen Wert scheiden sich wohl die Geister. Entstehen durch verbranntes Fleisch und Fett aromatische Verbindungen (HACs - heterozyklische Amine und PAHs - polyzyklische aromatische Hydrokarbone) so sind diese krebserregend. Sie können das Risiko allerdings rasch minimieren, wenn sie Angekohltes wegschneiden und durch eine Grilltasse das Abtropfen auf Grillkohle minimieren.

Um das Fleisch so richtig zart werden zu lassen wird es gerne in diverse Marinaden eingelegt. Bewährt hat sich das Einlegen in Essig und Öl mit Knoblauch, Paprika und Majoran. Doch häufig werden auch fertige Gewürzsalze verwendet. Achten Sie darauf, dass sie frei von Glutamat und Pökelsalzen sind. Diese verstärken zwar den Geschmack und lassen das Stück Fleisch so richtig mürbe werden, doch werden sie häufig nicht vertragen. Vor allem Pökelsalze, welche auch zum Räuchern verwendet werden, werden durch das Grillen zu krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt. Sie könne Fleisch auch anders mürbe machen. Legen Sie es für eine Stunde zwischen Tomatenscheiben oder marinieren Sie es mit Papaya und Zitrone. Hier werden Eiweiß abbauende Enzyme frei, welche das Grillgut fast auf der Zunge zergehen lassen. Wichtig – vor dem Grillen die Marinade kurz abtupfen!

Wollen Sie ihrem Fleisch, Fisch oder Gemüse eine besondere Würze verleihen, so greifen sie doch einmal auf ganz Besonderes. Setzen Sie Kräuter aus dem Garten oder Balkonkisterl der Marinade zu. Sie durchziehen mit ihrem Aroma ganz fein das Grillgut und haben noch dazu einen besonderen Nutzen für ihre Gesundheit. Sie regen die Verdauungssäfte an und können noch so manch anderen unbewussten Nutzen bringen.

Haben Sie schon Estragon probiert? Er ist mild, verleiht aber dem Grillgut eine leicht herbe Würze mit einem Touch Frische. Sehr gut lässt er sich als Marinade mit Honig und Zitrone für Hühnerfleisch nutzen.

Ebenfalls zu Huhn passt die Gartenraute perfekt. Zusammen mit Salbeiblättern setzt man Raute auch gerne Lammfleisch zu, außerdem geben die fein gewiegten Blätter auch dem Salat einen ganz besonderen Geschmack. Leiden Sie unter Völlegefühl oder Stauungen in den Beinen ist diese Pflanze Ihr Gewürz, da sie verdauungsfördernd und harntreibend wirkt. Durch ihren feinen aber intensiven Geschmack ist nur wenig von ihr nötig. Dies ist von Vorteil, führt sie doch in größeren Mengen zu erhöhter Lichtempfindlichkeit führen würde.

Dille wird ja auch als Gurkenkraut bezeichnet. Sie wirkt krampflösend und gilt als kühlend. Wer gerne Knoblauch isst, sollte mehr von der Dille essen um den bekannten Ausdünstungen entgegen zu wirken.

Last but not least möchte ich Ihnen Thymian ans Herz legen. In Kombination  mit kreislaufanrgendem Rosmarin und Zitronenschale ist er ein echtes Tonikum für den Verdauungstrakt. Wer leicht zu Darminfekten neigt, kann durch Thymian jedenfalls eine Besserung erzielen. Diese Gewürzpflanze wirkt nämlich gerade in diesem Bereich keimtötend und kann so manche Infektion abwehren.