Tanzen ist eine der ureigensten Bewegungen des Menschenmit vielen positiven Effekten. Neben der sozialen Komponente sich mit Gleichgesinnten zu bewegen, werden auch kognitive Eigenschaften optimal gefördert. Außerdem führt die  vielfältige Bewegung zu Muskeltraining und gesteigerter Koordinationsfähigkeit selbiger. Bei ausreichender Dauer und Geschwindigkeit kann Tanz auch als Herz-Kreislauftraining dienen. So führen Quickstep und Jive zu hohen Herzfrequenzen.  

Nichts desto trotz kann es auch zu unliebsamen Nebenerscheinungen kommen. Häufig treten zu Beginn durch die ungewohnte Haltung Schulterschmerzen auf.  Hier hilft häufig schon das Durchbewegen - Kreisen in beide Richtungen oder Schulter heben und senken. Aber auch eine deutliche Verkürzung des Brustmuskels führt zu Fehlhaltungen und Beschwerden im Schulterbereich.  Deshalb ist Dehnen eine gute Methode um die Beweglichkeit zu erhalten. Legen Sie hierfür den Unterarm mit nach oben gestreckten Fingern in Schulterhöhe an den Türstock. Danach macht man langsam einen Schritt vorwärts. Sobald man ein Ziehen im Bereich der vorderen Achselfalte bis in den Brustmuskel spürt, verharrt man in dieser Position und lässt die Dehnung wirken. Bitte dehnen Sie immer langsam unter Berücksichtigung allfälliger Schmerzen. Auch das Massieren der kurzen Nackenmuskeln und des Schulterbereiches trägt zu einer Entspannung und Lockerung bei.

Bei Schmerzen im Lendenwirbelbereich ist neben Muskelverspannungen immer auch an die Faszien zu denken. Die Faszia Thoracolumbalis ist eine mehrschichtige Bindegewebshülle, welche maßgeblich an einer geschmeidigen Bewegung im Rücken beteiligt ist. Für elastische Faszien ist Bewegung unabdingbar. Aber auch die richtige Ernährung ist für die Geschmeidigkeit wie Öl. Da steht natürlich ausreichend Flüssigkeitszufuhr an oberster Stelle. Denn durch einen hohen Konsum von säurebildenden Lebensmitteln wie Zucker, kurzkettigen Kohlenhydraten oder gesättigten Fettsäuren verliert das Gewebe seine Elastizität. Achten Sie daher auf Lebensmittel die reich an Antioxidantien sind, wie jenen die die Feuchtigkeit im Gewebe unterstützen. Papaya und Granatapfel können neben unseren guten Bekannten wie Brombeeren und schwarze Johannisbeeren sehr gute Dienste leisten. Der richtige Mix an Aminosäuren die für den Aufbau der kollagenen und elastischen Fasern hilfreich ist, sollte ebenso nicht fehlen. So hilft zum Beispiel Arginin für die Regeneration, Lysin für die vermehrte Bildung der stabilisierenden Fasern. Aber auch pflanzliche Quellen, wie Nüsse oder Schwarzkümmel liefern hochwertiges Eiweiß. Hier sind noch dazu hochwertige Omega-3-Fettsäuren in hohem Maß enthalten, die die Geschmeidigkeit der Faszien erhalten.

Bei Kniegelenksproblemen ist natürlich immer die Ursache durch einen Arzt abzuklären. Sind klassische Abnützungserscheinungen verantwortlich, so ist ein gut auftrainiertes Muskelkorsett die beste Stütze für das Kniegelenk. Gezieltes Aufbautraining an Kraftgeräten sollte hier das Tanzen ergänzen. Steht man kurz vor einem Ball oder einem Tanzwettbewerb ist es möglich, das Knie durch Kinesiotaping zu unterstützen. Diese haftenden Verbandsstreifen besitzen eine Quer- und Längselastizität, stimulieren die Propiozeptoren in Haut Muskeln und Gelenkskapseln und stabilisieren die Gelenksstrukturen.   Wer allerdings regelmäßig unter Beschwerden leidet, kann auch auf Curcuma zurückgreifen. Speziell als Liposomen aufbereitet gelangt der Inhaltsstoff dieser Pflanzen direkt an den Ort des Schmerzgeschehens und bremst entzündliche Veränderungen und Schmerz.

Ein häufiges Problem beim Tanz sind allerdings Beschwerden im Vorfuß. Durch nachlassende Fußmuskeln und starker Belastung des Vorfußes tritt man verstärkt auf den Mittelfußköpfchen auf. Dies führt zu bis zu krampfhaftem Schmerz. Beste Maßnahmen ist die Prävention durch Fußmuskeltraining wie Bleistifte mit den Zehen aufheben, nach einem Taschentuch greifen etc. Für den Tanzabend kann auch ein stabilisierender Tapestreifen auf der Fußsohle, welcher das Quergewölbe unterstütz, helfen.