Ist Ihnen aufgefallen, dass Wanderer meist einen auffallend lockeren, freundlichen Eindruck machen? Das ruhige gleichmäßige Gehen in der Natur hat seine ganz eigene Wirkung. Die Harmonie natürlicher Landschaften entspannt Auge und Seele.

Wandern ist ein optimaler Gesundheitssport. Herz, Kreislauf, Stoffwechsel und Atmung, Muskeln und Stützgerüst werden durch ausdauerndes Gehen nachhaltig gestärkt.

Doch egal, wo Sie wandern – in der Ebene oder in den Bergen - richtige Wanderschuhe sind ein „must have“. Sie bieten größtmöglichen Schutz vor Verletzungen und Unfällen. Unser Tipp: gehen Sie neue Schuhe ein, bevor Sie sie am Berg nutzen und achten Sie darauf, wo der Schuh zu drücken droht (Frostballen, Nähte,..). Hier vor der Wanderung einfach einen Tapestreifen auf die Haut kleben. Das mindert die Reibung. Auch gute Wandersocken helfen Blasen zu verhindern - sie haben an den Fersen und Fußsohlen Verstärkungen, damit der Fuß an den sensiblen Stellen nicht so sehr der Reibung ausgesetzt ist. Das Zauberwort ist hier „eng sitzend“ kaufen, da sie dadurch quasi zu einer "zweiten Haut" werden. Um Blasen zu vermeiden, wechseln Sie Wandersocken nicht täglich, dadurch rutschen Sie weniger. Achten Sie aber auf die Geschmeidigkeit Ihrer Haut. Packungen mit Kakaobutter, Rizinusöl sowie Latschenkiefer- und Rosmarinöl verhindern tiefgehende Risse und sorgen für Belastbarkeit. Auch zu lange Zehennägel können bei langen Märschen zu Blutergüssen unter den Zehennägeln führen. Die Zehennägel sollten daher mit der Kuppe der Zehe abschließen. Sollte es doch zu Blasen kommen, so schafft ein Blasenpflaster rasch Abhilfe.

 

Häufig stellt sich vor allem beim Bergabgehen ein brennender Schmerz im Vorfußbereich ein. Dies hängt oft mit einer nachlassenden Fußmuskulatur zusammen, welche eine Folge von engem Schuhwerk und höheren Absätzen ist. Lässt das Quergewölbe in seiner Spannung nach, leidet man unter einem Spreizfuß. Verstärktes Auftreten auf den Mittelfußköpfchen verursacht so den stechenden bis brennenden Schmerz. Die beste Gegenmaßnahme – aktivieren Sie Ihre Fußmuskulatur durch Übungen wie „nach dem Bleistift greifen“ oder ein Taschentuch mit den Zehen aufheben. Auch eine Spreizfußmassage kann den Stoffwechsel verbessern. Ein wohliges Gefühl und verbesserte Durchblutung ist schon nach der ersten Behandlung gegeben. Für die Erhöhung der Spannkraft müssen je nach Beschwerdebild allerdings 5 – 10 Behandlungen durchgeführt werden um nachhaltigen Erfolg zu haben.

War das Gelände unwegsam und kam es zu einer Verstauchung so lautet nach wie vor die goldene Regel „K + K“ – Kälte und Kompression.

Egal ob Knöchel, Wade, Knie oder Finger wenden Sie als erstes zur Eindämmung des Blutergusses sofort Kälte an. Sind sie noch am Berg und haben einen Bach in der Nähe nutzen Sie die kühle Frische des Wassers. Zu Hause legen Sie eine Kältekompresse an. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, ein Zwischentuch zu nutzen, um Erfrierungen zu meiden. Wer kein Coolpack zur Hand hat, kann auf kalte Umschläge mit Franzbranntwein oder Topfenwickel greifen. Der Topfen sollte allerdings eine Stunde vor der Anwendung aus dem Kühlschrank genommen werden. Um die Wirkung zu verstärken können Gele mit Rosskastanie und Arnika verwendet werden. Diese helfen der Schwellung entgegen und Beschleunigen den Abschwellprozess ebenso wie Lymphdrainagen.

Hat man beim Gehen dennoch starke Schmerzen und ist normale Belastung unmöglich, suchen Sie so rasch als möglich einen Arzt auf, um von ihm die entsprechende Diagnose stellen zu lassen. Wird ein Bruch ausgeschlossen, so kann ein Kompressionsverband und Tapen Hilfe leisten um entlastete Bewegung zu ermöglichen. Wichtig ist den Verband so anzulegen, dass bei Vorliegen einer Zerrung entgegengewirkt wird und das Gelenk vor einer weiteren Überlastung bewahrt wird.