Der Thymian ist vielen als Küchenkraut bekannt, ergänzt er doch wunderbar Linsen oder Risotto und Co. Diese unscheinbare Pflanze mit seinen kleinen zarten ovalen Blättern und rosa Blüten zählt jedoch zu den stärksten Waffen gegen Husten und Co. Er wirkt bereits in geringen Dosen, gilt in der Heilkunde als natürliches Antibiotikum, krampflösend und Auswurf fördernd und lässt sich ideal mit anderen Kräutern kombinieren.

 

 

Ausgezeichnet bei Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden ist eine Mischung aus Thymian mit Salbei, Pfefferminze, Käsepappel und Malvenblüten.

Zu gleichen Teilen mischen. 1 Esslöffel mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

 

Bei krampfartigem, verschleimtem Husten hilft ein wohltuender Wickel mit Thymian und Lavendelöl. Die ätherischen Öle wirken hier gleich in zweifacher Weise. Einerseits werden sie über die Haut resorbiert, andererseits über die Atemwege. Thymian mit seiner bakteriziden und Schleim trocknenden Wirkung ist hier in Kombination mit wohltuendem Lavendelöl eine herrliche Waffe. Wer mag kann auch noch einen Tropfen erfrischendes Eukalyptusöl zugeben.

Anwendung:

1 El Olivenöl mit 2 Tr. Thymianöl, 1 Tr. Eukalyptusöl und 2 Tr. Lavendelöl mischen auf einem Baumwolltuch (Stoffwindel oder Geschirrtuch) verteilen und auf die Brust auflegen. Nun einen angenehm warmen Thermophor auflegen und mit einem flauschigen Badetuch oder Wollschal anwickeln. Damit der Wickel gut hält, nun einfach ein T-Shirt darüber ziehen, dann macht es auch nichts, wenn man mit dem Wickel einschläft.

 

Schleimlösend und reizlindernd tut Hustentee besonders Kindern gut. Eine Mischung aus Eibisch, Süßholz, Malvenblüte, Königskerzenblüte, Spitzwegerich, Thymian pflegt die Atemwege und hilft auch den Hustreiz zu lindern. Wichtig ist nur den Tee auch ausreichend zu trinken. 3-mal täglich über zwei bis drei Wochen ist hier die Faustregel.

Zubereitung:

1 El der Mischung wird mit ¼ l kochendem Wasser übergossen und nach 10 Minuten abgeseiht. 2- bis 3mal täglich 1 Tasse Tee ist die richtige Dosierung.

Bei trockenem Husten kann Süßen mit Honig eine Unterstützung der Wirkung erzielen.

 

 

Auch Inhalieren ist für die Schleimhäute der oberen Atemwege eine willkommene Therapie. Hierbei wird eine besondere Eigenschaft der ätherischen Öle genutzt. Diese sind nämlich wasserdampfflüchtig und können so über den heißen Dampf zur Wirkung kommen. Der Dampf selbst öffnet die Poren und regt den Stoffwechsel an.  Um die Wirkung auf die Schleimhäute zusätzlich zu beeinflussen, kann man 1 Prise Salz in das Gesichtsbad geben. Das Salz pflegt die Schleimhäute und verhindert das Austrocknen. Die Anwendung von reinem ätherischem Öl ist vor allem für Kinder, aber auch viele Erwachsene zu scharf, reizt die Augen und ist deshalb abzuraten. Besser eignen sich Kräuterzusätze: je 1 KL Thymian sowie je 1 El Salbei und Pfefferminze mischen, mit 1l siedendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Abseihen 1 gestrichener Kaffelöffel Salz zugeben und das Gesicht über den aufstei­genden Dampf halten, so dass die ganze Gesichtshaut vom Wasserdampf erfasst wird. Sobald der Dampf nachlässt, wird die Flüssigkeit ein zweites Mal erhitzt und das Bad wiederholt. Während des Bades wird der Kopf über der Dampfquelle mit einem Frotteehandtuch zugedeckt, um den Dampfverlust möglichst gering zu halten. Kinder sollten Sie allerdings beim Inhalieren nie unbeobachtet lassen, da beim Umschütten der heißen Lösung schlimme Verbrennungen auftreten können.  Während Erwachsene 10 Minuten inhalieren, sind bei Kindern 5 Minuten eines Dampfbades vollauf ausreichend.