Koffein in Kaffee, starken Tees und Energy-Drinks gehört zu den weltweit am meisten konsumierten und gesellschaftlich am besten akzeptierten Drogen. Kaffee gehört zu unserem Alltag, gleich ob am Arbeitsplatz, bei Veranstaltungen oder beim Treffen mit Freunden ist er stets verfügbar.

Doch zur Leistungssteigerung helfen glücklicherweise verschiedene Wirkansätze. Neben der  wohlbekannten anregenden Wirkung von Koffein können  auch Radikalfänger und stoffwechselanregende Heilpflanzen zu mehr Leistung führen!

Eine Tasse Kaffee enthält je nach Stärke zwischen 30 und 100 Milligramm Koffein. Bis zu 200 Milligramm Koffein pro Tag gelten als medizinisch unbedenklich. Kaffee wirkt tatsächlich anregend, im Lauf des Tages sammelt sich die Substanz Adenosin im Gehirn an und drosselt die Freisetzung aktivierender Neurotransmitter wie Glutamat und Dopamin. Dadurch werden wir müde. Die belebende Wirkung des Koffeins beruht hauptsächlich darauf, dass es an die Rezeptoren für das chemisch ähnliche Adenosin in der Membran der Nervenzellen bindet.

An der Universität Bristol wurde nachgewiesen, dass der empfundene Energieschub in Wahrheit jedoch eine Illusion ist. In Gedächtnis- und Aufmerksamkeitstests am Computer schnitten Personen mit Koffeingaben nicht besser ab als jene ohne Koffein. Viel mehr zeigte sich, dass die Leistung von an Koffein gewöhnten Personen durch Koffein lediglich auf das Leistungsniveau jener, die üblicherweise kein Koffein zu sich nehmen angehoben wird. Eine leistungsfördernde Wirkung konnte keinesfalls nachgewiesen werden.

Ein Problem des Koffeins ist, dass sich das Gehirn an eine ständige Koffein-Dosis gewöhnt. Koffein wirkt daher umso weniger, je mehr man davon zu sich nimmt. Fehlt dann der Nachschub, so können pochende, hämmernde Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche die Folge sein.

Auch Grüner und Weißer Tee wirken anregend, da sie Koffein enthalten. Allerdings ist die aufgenommene Menge deutlich geringer, Grüntee hat ca. 10 mg Koffein in 100 ml, Weißer Tee etwa 6 mg. Bei Magenproblemen ist der feine Weiße Tee jedoch besonders mild und verträglich, da sein Gerbstoffgehalt geringer ist. Zusätzlich zeichnen sich Grüner und Weißer Tee durch ihre Polyphenole (Epigallocatechingallate) aus. Sie haben eine hohe Radikalfängereigenschaft und schützen daher die Zellen vor Alterung. Abgesehen davon helfen sie den Cholesterinspiegel positiv zu beeinflussen und Plaque in den Gefäßen zu schützen.  

Im Übrigen kann auch Ginkgo mit seiner Vielzahl an Wirkstoffen für mehr Gehirnleistung nützlich sein. Es schützt Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen und unterstützt die Funktion bestimmter Botenstoffe im Gehirn, die Gedächtnisleistung wird verbessert. Zudem greifen die Stoffe hemmend in die Blutgerinnung ein, verbessern die Fließeigenschaften des Blutes und fangen freie Radikale ein.

Gerade im Frühling bietet uns die Natur einiges gegen Frühjahrsmüdigkeit zu bieten hat! Bärlauch und Brunnenkresse enthalten Scharfstoffe, welche den Kreislauf anregen und auch jede Menge Mineralstoffe. Sie sind wichtig, damit die Zellkommunikation zwischen Innen und Außen, quasi die Gegensprechanlage, optimal funktioniert. Dem Salat beigefügt oder zum Verfeinern von Aufläufen und Suppen optimal.