Superfood sind Lebensmittel, die für unseren Körper besonderen Nutzen durch einen hohen Wirkstoffgehalt oder eine große Vielzahl an Wirkstoffen bieten. Doch gleichzeitig kommen diese oft aus aller Herren Länder und belasten dort nicht selten auch die Bevölkerung und die Umwelt.

Wir sollten daher nicht vergessen, dass wir in unserer näheren Umgebung jede Menge wertvoller Rohstoffe haben, welche uns und unsere Gesundheit optimal unterstützen.

Beim Getreide sind ganz klar Hirse und Hafer die Spitzenreiter. Hirse ist ein glutenfreies Getreide, welches reichlich Kieselsäure enthält. Für all jene die Haut Haare und Bindegewebe unterstützen wollen, ist sie das Superfood schlechthin. Ganz besonders im Sport sollte sie entsprechend Einsatz finden, da bereits eine Portion von 50g kanpp die Hälfte des benötigten Eisens für den Tag liefert und für die optimale Bildung der roten Blutkörperchen hilfreich ist. Um die Aufnahme aus dem Getreide zu verbessern unterstützen Kupfer und Vitamin c. Das Spurenelement liefert Hirse gleich mit, Vitamin C kann mit Beeren oder Gemüse einfach ergänzt werden.

Eine weitere Eigenschaft von Hirse ist für Typ2-Diabetiker interessant. In Studien wurde erforscht, dass Sie weitaus weniger den postbrandialen Zuckerspiegel anhebt und so besser als Reis geeignet ist um eine ausgewogene Ernährung umzusetzen. Am Immanuel-Kant-Krankenhaus in Berlin werden sogar einzelne Fastentage mit Hirse bei Typ-2-Diabetes umgesetzt.

Haselnüsse zählen ebenso zu den Lebensmitteln, welche gerade jetzt willkommene Leistungssteigerung bringe. Sie enthalten ein optimales Verhältnis der Grundnahrungsstoffe, weshalb man annimmt, dass nach ihrem Genuss weniger Hunger auftritt. Außerdem enthalten sie reichlich Vitamin E, welches für die Empfindlichkeit der Haut vor Kälte reduziert.

Wer die kleinen Kraftpakete nicht so gerne mag, kann noch immer auf Sonnenblumenkerne greifen. Auch Sie sind reich an ungesättigten Fettsäuren und Spurenelementen und ein idealer Knabbersnack.

Auch die Hagebutte, welche sich im Herbst leuchtend rot an den Hecken bemerkbar machen. Unter den einheimischen Früchten hat die Hagebutte mit circa 500 mg/100 g den höchsten Ascorbinsäuregehalt. Ihr Mark hat 20-mal mehr Vitamin C als Zitronen. Ihre Früchte sind reif an Provitamin A und B-Vitaminen. Ferner enthalten sie viele Mineralstoffe (allen voran Magnesium und Calcium) sowie die Spurenelemente Kupfer  und Zink. Nicht zu übersehen ist die Sonderstellung der Hagebutte im Anitoxidativen Bereich. Sie enthalten sogenannte Galactolipide, welche entzündungshemmend sind. Diese Wirkung ist ganz besonders im Gelenksbereich festzustellen. Zweimal täglich 2,5g Hagebuttenpulver führt zu einer deutlichen Verringerung des Schmerzgeschehens und Verbesserung der Beweglichkeit bei Arthrose-Patienten. Nicht zu übersehen ist allerdings, dass die Einnahme über einen längeren Zeitraum erfolgen muss.